benzinpreise 1974 und 1994

Benzinpreise 1974

In Scheessel kann man am Bahnhof auf den Zug wartend über die Preise bei Benzin, Super und Diesel nachdenken.  Denn dort sieht man gegenüber vom Bahnsteig eine kleine Ausstellung mit historischen Zapfsäulen und Preistafeln für Benzinpreise. 

1974 lag der Benzinpreis zeitweilig bei 45,4 Pfennig

Benzinpreis 1974
Benzinpreise 1974 und 1994 (zu sehen vom Bahnsteig am Bhf Scheessel)

1974 konnte man z.B. Normal Benzin für 45,4  Pfennig  (zu DM Zeiten hieß die kleinste Geldeinheit "Pfennig") tanken. Das entspräche in Cent zu Euro-Zeiten etwa 23 Cent!

1994 ist der Preis auf 77,3 Pfennig gestiegen und wurde schon als unheimlich teuer angesehen. Um das zu bewerten, müsste man sich mal den Kraftstoffverbrauch der Fahrzeuge 1994 anschauen und eben das durchschnittliche Einkommen. Erst dann kann man einschätzen, ob der Benzinpreis wirklich so günstig war, wie er aus jetziger Sicht numerisch erscheint.  .... 

Zwei interessante Links für alle, die sich mit Benzinpreisen oder auch Politik in den 70er Jahren beschäftigen mögen:

  • 1974 war übrigens schon nach der Ölpkrise von 1973. Davor lag der Benzinpreis so zwischen 30 und 35 Pfennig.  Wer mehr dazu lesen will, kann das hier tun - externer Link: "Benzinpreisentwicklung 1919 bis 2019 Normal Benzin Preise" -. Da werden die Benzinpreise auch ein wenig in Relation zu Einkommen und wirtschaftlicher Entwicklung gestellt.
  • Im Spiegel wurde 1974 die politische Reaktion auf Ölpreissteigerungen / Benzinpreissteigerungen beschrieben (hier - externer link). 

Wer also über Ölpreiskrise, Autofreie Sonntage, J. Trittin 5 Mark je Liter Aussage, bleifrei, ... bis hin zu Abgaswerten und E-Mobilität sprechen möchte, fährt einfach mal nach Scheeßel und lässt sich von dieser kleinen Ausstellung am Zaun gegenüber des Bahnhofs inspirieren. 

 

Benzin zu teuer, Autofahrt zu nervig? Metronom fahren! HVV Preise Scheeßel - Hamburg:

Wenn man Benzinpreis, Abnutzung und Parkhaus (plus ggf Blitzer) zusammenrechnet, dann ist Scheessel auch für die Fahrt nach Hamburg ein guter Ort.  Denn ab Scheessel kann man am Automaten das HVV Ticket (Empfehlung: die 9 Uhr Tageskarte) "ziehen" und komfortabel mit dem Metronom nach Hamburg fahren.  Wenn man nicht unbedingt eine Zug zwischen 16 und 18 Uhr für die Rückfahrt wählt, dann ist auch die Rückfahrt nach Scheessel recht "kommod". 

Der Parkplatz in Scheessel ist schön nah am Bahnhof und man bekommt eigentlich immer einen Parkplatz.  Das ist am Rotenburger Bahnhof ja eher selten der Fall.  Da heißt es ja zumeist eng und matschig zu parken und weit zurück zu den Gleisen zu laufen. 

 

Mehr zu sehen in Scheessel

Interessant sind in Scheessel sicherlich folgende zwei Ausstellungen:

Heimatmuseum Meyerhof (Alte Handwerke, Arbeitsgeräte von Blaudruckern, Webern und Schustern. Auch eine historische Schmiede und eine Stellmacherwerkstatt gibt es zu sehen. Für die Feuerwehrfans gibt es historischen Gerätschaften zu bestaunen.) Meyerhoff 1, 27383 Scheessel (Öffnungszeiten: von April bis Oktober am Wochenende von 11 bis 17 Uhr)

Heimatmuseum Scheessel (Freilichtmuseum in der Zevener Straße 18, 27383 Scheessel).   Hier kann man inzwischen 13 historische Fachwerkbauten besichtigen. Dabei das bäuerliche Leben im 19 Jahrhundert, viele Trachten sowie eine ornithologische Ausstellung (Vögel) und eine prähistorische Ausstellung. (Öffnungszeiten:  Mai bis September an den Wochenenden jew. 11 - 17 Uhr)

 Mehr dazu bei ZPFX:

  • Meyerhof Scheessel (Heimatverein, Blaudruck, Handwerksausstellung, Fachwerkhäuser,..)
  • Heimathaus (ca 300 m weiter auf einem weiteren Gelände.)

 

 

Nebenbei:  wer Feuerwehrfan ist und im Meyerhof Heimatmuseum noch nicht genug historisches zu Feuerwehren zu sehen bekommen hat, kann ja gleich noch das Feuerwehrmuseum (neben dem Museum auch das Schaufenster in der Innenstadt beachten) in Zeven besuchen. Beides hier in der Region und nur ein paar km auseinander)

 

 

 

Benzinpreis 70er Jahre, alte Tankstellen und Tanksäulen: Scheessel am Bahnhof.